Wortschatzarbeit von jugendlichen L3-Lernenden

im Rahmen des L3-Forschungsprojektes „Frühes L3-Lernen“

Corinna Caspar-Terizakis M.A.

Im Zuge der akuten Umwälzungen der Schulbildung in Deutschland und Europa, die nicht zuletzt durch die PISA-Studie Legitimation erfahren haben, müssen alte Unterrichtskonzepte überdacht und für die neuen Anforderungen umgestaltet werden. Eine solche Änderung widerfährt u.a. dem Beginn des Fremdsprachenlernens an Schulen. Die ehemalige Einführung der ersten Fremdsprache in der fünften und der zweiten Fremdsprache in der siebten Klasse wird lernpsychologischen Erkenntnissen nicht gerecht und ist mit den aktuellen Anforderungen bezüglich europäischer Mehrsprachigkeit nicht mehr vereinbar.

In der Wissenschaftslandschaft herrscht bisher jedoch ein Desiderat über den genauen Vergleich – sprich etwaige Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten – der alten schulischen Bildungslandschaft und der erforderlichen neuen, im Falle des konkreten Projektes also des Erlernens einer zweiten Fremdsprache in Klasse fünf und sieben. Lernen Fünftklässler eine Fremdsprache anders als Siebtklässler? Wenn ja, was unterscheidet dieses Lernen? Ist ein Erlernen einer zweiten Fremdsprache bereits in der fünften Klasse zu bewältigen? Welche Rückschlüsse sind diesbezüglich auf den Unterrichtsalltag – die Gestaltung des konkreten Sprachunterrichts – zu ziehen?

Konkret geht es in dem Projekt um den Vergleich von Fremdsprachenerwerb in den Klassen fünf und sieben am Georg-Büchner Gymnasium Darmstadt, wobei der Wortschatzgebrauch der Lernenden fokussiert wird.