Form der schriftlichen Arbeit
Hausarbeiten und andere schriftliche Semesterarbeiten sind sowohl als Studien- als auch als Prüfungsleistungen justiziable Dokumente und deshalb stets auf Papier mit eigenhändiger Unterschrift fristgerecht abzugeben. Eine zusätzliche elektronische Abgabe ist nur nach vorheriger Absprache mit den Lehrenden möglich (kann aber nie ausschließlich Ihre Verpflichtung zu Studien- und Prüfungsleistungen abdecken).
Verlängerung der Abgabefrist
Verlängerungen der Frist sind nur gut begründet und offiziell nachgewiesen möglich, (z.B. im Krankheitsfall, ärztlich attestiert). Zu viele andere Hausarbeiten oder die Notwendigkeit zu jobben können aus Gerechtigkeitsgründen als Verlängerungsgründe nicht akzeptiert werden.“
Hier finden Sie Antworten auf oft gestellte Fragen (Stichworte alphabetisch geordnet). Fehlt etwas? Geben Sie mir bitte Bescheid, dann füge ich entsprechende Informationen ein. Britta Hufeisen
Guten Erfolg für Ihre Arbeit!
In Fußnoten können Sie Informationen unterbringen, die in einem inhaltlichen Zusammenhang zum Haupttext stehen, die aber nicht direkt Teil des gerade entwickelten Gedankengangs sind.
In Fußnoten können Sie beispielsweise
In Fußnoten sollten Sie keine
Wenn Sie Text aus der Quelle direkt übernehmen, dann müssen Sie dies entsprechend kennzeichnen: „xyz…“ (Chomsky 1998, 26). Wenn sich im Zitat ein Druckfehler befindet, so übernehmen Sie diesen und kennzeichnen per (sic!) direkt hinter dem Fehler, dass Sie ihn aus der Originalquelle so übernommen haben. Bei der Verwendung alter Rechtschreibung ist dies nicht notwendig, weil dem Publikationsdatum zu entnehmen ist, dass dieser Text/diese Quelle vor Inkrafttreten der Rechtschreibreform publiziert wurde.
Zitate mit bis zu 3 Zeilen Länge werden mit „Anführungsstrichen“ versehen und in den Fließtext eingefügt. Zitate mit mehr als 3 Zeilen Länge werden eingerückt mit kleinerem Zeilenabstand (1fach) vom Text abgesetzt. Kennzeichnen Sie Zitate bitte nicht doppelt, d.h. eingerückt und mit Anführungsstrichen oder mit Anführungsstrichen und kursiv.
Grafiken, Abbildungen und Tabellen, die Sie aus Quellen übernehmen, sind demgemäß ebenfalls Zitate und als solche zu kennzeichnen.
Wenn Sie Sekundärliteratur zusammenfassen oder Inhalte sinngemäß übernehmen (d.h. nicht Wort für Wort abschreiben), dann verweisen Sie auf diese Quelle(n): „… Der Erwerb einer Gebärdensprache unterliegt also ebenso wie der Erwerb von Lautsprache(n) einer regelmäßigen, systematischen und doch dynamischen Entwicklung (vgl. Leuninger/Happ 2004).“ (Satzendzeichen hinter den Literaturverweis!)
Listen Sie in der Literaturschau nicht nur die Sekundärliteratur auf (und referieren über mehrere Seiten eine Autorin nach der anderen), sondern fassen Sie ähnliche bzw. gleiche Erkenntnisse zusammen: „Beim multiplen Sprachenlernen scheint die L2, die zuerst gesteuert gelernte Sprache, einen Sonderstatus gegenüber den Folgefremdsprachen einzunehmen (vgl. Meissner 1998, Grosjean 2003, Aronin/Ò Laoire 2004). Diese Erkenntnisse scheinen von der Neurolinguistik bestätigt zu werden (vgl. Franceschini et al. 2003).“
Es gibt keine festgesetzte Gliederung, aber in der Sprachwissenschaft, insbesondere wenn es sich um eine Daten geleitete Arbeit handelt, werden meist nach einer
Notwendige formale weitere Bestandteile Ihrer Arbeit sind
vor der Einleitung:
nach dem Schluss/Fazit/Ausblick:
Danksagungen oder andere persönliche Ergänzungen sind unüblich bei Studienabschlussarbeiten. Wenn Sie Familienmitgliedern, FreundInnen oder anderen Personen für deren Begleitung beim Entstehungsprozess Ihrer Arbeit danken wollen, dann tun Sie das vielleicht eher, indem Sie ein weiteres Exemplar Ihrer Arbeit kopieren und binden lassen, mit einer handschriftlichen Widmung versehen und persönlich überreichen.
Alles, was Sie von anderen übernehmen, ohne es zu kennzeichnen, gilt im europäischen Kontext als Plagiat und kann zum Nichtbestehen der Arbeit führen.
In der Wissenschaftswelt gibt es keine einheitliche Formatierung der Literaturlisten, deshalb ist es nicht nötig, dass wir am Institut eine festlegen. Sehen Sie sich verschiedene Arbeiten durch und entscheiden sich dann für eine. Wichtig ist allein, dass Sie dann dabei bleiben und alle Einträge einheitlich verfassen. In der Sprachwissenschaft haben sich einige wenige Gepflogenheiten durchgesetzt, wie z.B. das Erscheinungsjahr direkt nach dem Autorennamen zu nennen. Einträge in die Literaturliste könnten dann so aussehen:
Monografien/Bücher einer Autorin:
Marx, Nicole (2005), Hörverstehensleistungen im Deutschen als Tertiärsprache. Zum Nutzen eines Sensibilisierungsunterrichts in „DaFnE“. Baltmannsweiler, Schneider Hohengehren.
Sammelbände:
Hufeisen, Britta/Lutjeharms, Madeline (Hg.) (2005), Gesamtsprachencurriculum – Integrierte Sprachendidaktik – Common Curriculum. Theoretische Überlegungen und Beispiele der Umsetzung. Tübingen, Gunter Narr.
Aufsätze in Sammelbänden/Bücher mit Beiträgen verschiedener AutorInnen:
Franceschini, Rita/Zappatore, Daniela/Nitsch, Cordula (2003), Lexicon in the brain: What neurobiology has to say about languages. In: Cenoz, Jasone/Hufeisen, Britta/Jessner, Ulrike (eds.), The Multilingual Lexicon. Dordrecht, Kluwer, 153-166.
Aufsätze in Zeitschriften:
Königs, Frank G. (2007), Sachfachunterricht in der Fremdsprache: Einige (un)realistische Anmerkungen aus der Perspektive der (neuen) Lehrerbildung. Fremdsprachen lehren und lernen 36, 48-62.
Krumm, Hans-Jürgen (2002), Die Zukunft des Fremdsprachenunterrichts an Europas Schulen. Die Union. Vierteljahreszeitschrift für Integrationsfragen 1, 71-78.
Aufsätze in elektronischen Zeitschriften:
Dikova, Venzislava/Mavrodieva, Ljubov/Stankulowa, Krystyna (2001), Curriculum für Deutsch als zweite Fremdsprache in der bulgarischen Allgemeinbildenden Oberschule. Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht 5: 3, 24 S. Online: http://zif.spz.tu-darmstadt.de/jg-05-3/beitrag/dikova.htm (30.1.2008).
Achtung: Das Datum zeigt Ihren letzten Abruf an!
Internetquellen:
Graddol, David (2007), English Next 2006. The British Council. Online: http://www.britishcouncil.org/learning-research-english-next.pdf (20.1.2007).
Achtung: Das Datum zeigt Ihren letzten Abruf an!
Unveröffentlichtes:
Kärchner-Ober, Renate (2008), „The German Language is Completely Different from the English Language.“ Gründe für die Schwierigkeiten des Lernen von Deutsch als Tertiärsprache nach Englisch bei malaysischen Studenten mit verschiedenen nicht-Indo-Europäischen Erstsprachen. Eine datenbasierte, sozio-ethnografische Studie. Dissertationsschrift, TU Darmstadt.
Sonstiges:
Jeder Eintrag endet mit einem Punkt.
Damit die Liste übersichtlicher wird, können Sie die erste Zeile eines jeden Eintrages normal anfangen, die Folgezeilen einrücken; zwischen den Einträgen gibt es dann keine Leerzeilen.
Elektronische Texte werden mit der URL und dem letzten Abrufdatum versehen.
Die Liste(n) werden grundsätzlich alphabetisch geführt.
Die Reihenfolge der Einträge in die Literaturliste kann so aussehen:
Auch wenn Sie sich sicher sind, dass Sie Ortografie und Interpunktion beherrschen, kann es passieren, dass Sie nach einer langen Beschäftigung mit einem bestimmten Text (= Ihrer Arbeit) eventuelle Tippfehler oder Formfehler nicht mehr wahrnehmen. Lassen Sie Ihre Arbeit deshalb unbedingt sorgfältig Korrektur lesen. Eine Häufung von Formalfehlern (dass/das, eingeschobene Nebensätze nur einseitig in Kommata gesetzt, Groß-/Kleinschreibung, Zusammen-/Getrenntschreibung, alte/neue Rechtschreibung) und Stilunsicherheiten führt unweigerlich zur Abstufung der Gesamtnote. Sollten Sie feststellen, dass Sie bestimmte Regeln (noch) nicht (mehr) beherrschen, nehmen Sie sich bitte spätestens für die Zeit nach den Prüfungen vor, sich hier kundig zu machen. Form(al)fehler in beispielsweise Bewerbungen führen in der Regel auch zum sofortigen Ausschluss; allein dies könnte Motivation sein, eventuell fehlende oder vergessene Regeln sich noch einmal ins Gedächtnis zu rufen.
Sie schreiben eine Magister-/Master-/Staatsexamensarbeit und weder ein Email an eine Freundin noch einen Ratgeber für andere Studierende. Das erfordert
Die Verwendung des Personalpronomens ich gilt nicht mehr als problematisch („Im folgenden Kapitel werde ich erläutern, warum ich die Daten mittels Interviews erhoben habe und die von mir gewählte Herangehensweise von anderen möglichen Methoden der Datenerhebung abgrenzen.“ , „Aufgrund meiner Beobachtungen der Kinder und ihrer sprachlichen Übergeneralisierungen, die sie im Stadium von x Monaten produzieren, kann ich die Hypothese von Gatto 2000, 13 bestätigen.“.
Verwenden Sie eher das Personalpronomen ich, als dass Sie – um ich zu vermeiden – schwer lesbare oder unlogische Passivkonstruktionen produzieren.
Bitte „schinden“ Sie keine Seiten,
Zeilenabstand zwischen 1,3 und 1,5.
Schriftgröße 11 – 12 Pkt. (Fußnoten können in kleinerer Schriftgröße aufgenommen werden.)
Hier kann man keine generellen Angaben machen, außer dass die Arbeit netto (d.h. ohne Literaturliste, Gliederung, Anhänge usw.) zwischen 80 und 120 Seiten umfassen sollte. Eine Daten geleitete, empirische Arbeit wird aufgrund der Dokumentation der Daten länger sein als eine theoretische hermeneutische Arbeit, die sich allein diskursiv und argumentativ mit einer Fragestellung auseinander setzt.
Andermann, Ulrich/Drees, Martin/Grätz, Frank (2006), Duden. Wie verfasst man wissenschaftliche Arbeiten. Ein Leitfaden für das Studium und die Promotion. Mannheim, Bibliographisches Institut.
Bünting, Karl-Dieter/Bitterlich, Axel/Pospiech, Ulrike (2006), Studium Kompakt – Pädagogik. Schreiben im Studium: mit Erfolg. Berlin, Cornelsen.
Kruse, Otto (2007), Keine Angst vor dem leeren Blatt. Frankfurt, Campus (12. Aufl.).
Pyerin, Brigitte (2007), Kreatives wissenschaftliches Schreiben. Tipps und Tricks gegen Schreibblockaden. Weinheim, Juventa.
Weitere Hinweise zum wissenschaftlichen Schreiben bietet das Online Writing Lab des SchreibCenters. Dort finden Sie auch ein Modul zum Schreiben in der Sprachwissenschaft und in der Sprachlehr- und -lernforschung.