Noora Vidgren

Deutsch nach Englisch und Schwedisch – Subjektive Theorien von finnischen DaF-Lernenden zum L3-Lernen

Alle finnischen Schülerinnen und Schüler werden spätestens im Alter von 13 Jahren zu L3-Lernenden, wenn die zweite Amtssprache Schwedisch in der siebten Klasse eingeführt wird (od. bei schwedischsprachigen Finnen Finnisch). Die erste Fremdsprache von den meisten Schülerinnen und Schülern ist Englisch, und zusätzlich zu dem Englischen und dem Schwedischen lernen viele Schülerinnen und Schüler auch noch weitere Fremdsprachen, wie Deutsch und Französisch. Bisher ist das L3-Lernen in Finnland jedoch kaum erforscht worden, obwohl die finnischen Schulen als eine ergiebige Umgebung der L3-Forschung dienen könnten.

Im Rahmen dieses Dissertationsprojekts werden finnische L3-Lernende untersucht. Da das L3-Lernen in Finnland kaum erforscht worden ist, ist diese Untersuchung von explorativer Art und konzentriert sich auf die Untersuchung der Auffassungen, Meinungen und Überzeugungen der L3-Lernenden über ihr L3-Lernen. Im Besonderen wird versucht, die folgenden Forschungsfragen mit Hilfe der qualitativen Interviews zu beantworten: Welche Bereiche des L3-Lernens werden durch die Muttersprache und durch früher gelernte Fremdsprachen aus Sicht der Schülerinnen und Schüler beeinflusst? Wie werden diese Bereiche des L3-Lernens durch die Muttersprache und durch früher gelernte Fremdsprachen aus Sicht der Schülerinnen und Schüler beeinflusst? Das Ziel dieser Arbeit ist Aufschluss über das L3-Lernen in Finnland aus individueller Sicht zu geben. Ein weiteres Ziel dieser Arbeit ist es, einen Beitrag zur Entwicklung der L3-Didaktik in Finnland zu leisten.