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Bild: Hirch, Darmstadt

Katharina Braunagel M.A.

Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache

Kontakt

work +49 6151 16-21139

Work S1|03 310
Hochschulstr. 1
64289 Darmstadt

Schwerpunkte in Forschung und Lehre

  • Mehrsprachigkeitsforschung
  • Spracherwerbstheorien
  • Einflussfaktoren auf den Sprachenlernprozess von DaF/DaZ
  • Bildungssozialisation von Geflüchteten sowie Bildungssysteme in den Herkunftsländern Äthiopien, Afghanistan, Eritrea, Somalia und Syrien

Sprechstunde

nach Vereinbarung

• Fachsprachekurs Mathematik PreCIS b

• Projektseminar: Sprachwandel und Gender – mit Madeline Götz, M.A. und Prof. Dr. Britta Hufeisen

Wintersemester 2020/21

Seminar „Deutsch als Zweitsprache und Mehrsprachigkeit in allen Fächern“ (zusammen mit Prof. Dr. Britta Hufeisen und Madeleine Schmorré, M.A.)

Sommersemester 2020

Die deutsche Sprache im Kontext von Migration (mit Constanze Bradlaw M. A. und Prof. Dr. Britta Hufeisen)

Wintersemester 2019/20

B1.1- und B1.2-Sprachkurse „Deutsch für geflüchtete Studieninteressierte“ am Sprachenzentrum

Linguistic Landscaping – sichtbare Mehrsprachigkeit an der TU Darmstadt (mit Constanze Bradlaw M.A., Prof. Dr. Britta Hufeisen, Lea Luise Kimmerle M.A., Stefanie Nölle-Becker M.A. und Maike Schikora M.A.)

Sommersemester 2019

B1.1- und B1.2-Sprachkurse „Deutsch für geflüchtete Studieninteressierte“ am Sprachenzentrum

Sichtbare Mehrsprachigkeit – Linguistic Landscaping an der TU Darmstadt (mit Prof. Dr. Britta Hufeisen, Constanze Bradlaw M.A., Lea Luise Kimmerle M.A., Maike Schikora M.A., Madeleine Schmorré M.A. und Sandra Sulzer M.A.)

Wintersemester 2018/2019

Seminar Spracherwerbstheorien

B1.1- und B1.2-Sprachkurse „Deutsch für geflüchtete Studieninteressierte“

Lesen – Verstehen – Diskutieren Ia

Deutsch Intensiv Grundkurs II/III b

Sommersemester 2018

Lesen – Verstehen – Diskutieren Ib

Promotion

Zum Einfluss der Bildungssozialisation auf das Deutschlernen bei geflüchteten (angehenden) Akademiker*innen in Deutschland – am Beispiel Äthiopien, Afghanistan und Syrien

"Aufgrund von Beobachtungen in ehrenamtlichen Deutschkursen und in den studienvorbereitenden Kursen an der Technischen Universität Darmstadt lässt sich vermuten, dass geflüchtete (angehende) Akademiker*innen verschiedener Herkunftsländer sowohl unterschiedlich schnell als auch unterschiedlich erfolgreich Deutsch lernen: Lernende aus Syrien scheinen tendenziell schnell und gut beim Deutschlernen voranzukommen, und Lernende aus Afghanistan scheinen tendenziell recht gut Deutsch zu lernen, wohingegen Lernende aus den Herkunftsländern Äthiopien, Eritrea und Somalia tendenziell den geringsten Lernerfolg aufzuweisen scheinen (siehe Braunagel 2018). Diese Beobachtungen bilden den Ausgangspunkt für mein Erkenntnisinteresse, die Einflussfaktoren auf das Deutschlernen bei geflüchteten Lernenden näher zu erforschen. Dabei werden speziell die Bildungsfaktoren als Teil der lerner*innenexternen Faktoren (vgl. Faktorenmodell nach Hufeisen, zuletzt 2020) betrachtet. Bei dieser v. a. explorativ-deskriptiven Studie mit einem eher qualitativen Forschungsdesign gehe ich so vor, dass zum einen durch die Analyse verschiedener Dokumente zu den Bildungssystemen, den Lehr-Lern-Traditionen und Bildungshintergründen und zum anderen durch qualitative leitfadengestützte Interviews mit Lehrenden, Expert*innen zu den Bildungssystemen und Lehr-Lern-Traditionen in den jeweiligen Ländern sowie mit geflüchteten Lernenden aus den fokussierten Herkunftsländern drei Perspektiven auf die Thematik und damit triangulierte Daten sowie Perspektiven einfließen, um die zugrundeliegenden Forschungsfragen zu beantworten:

1) Weisen geflüchtete (angehenden) Akademiker*innen aus den Herkunftsländern Syrien, Afghanistan, Äthiopien, Eritrea, Somalia tatsächlich Unterschiede im Deutschlernerfolg und in der Deutschlerngeschwindigkeit auf? Wenn ja, welcher Art sind diese Unterschiede und worauf lassen sie sich zurückführen? Liegt es ggf. an den Bildungssystemen in den Herkunftsländern und den Bildungssozialisationen der Geflüchteten?

2) Wie sehen die Bildungssysteme und Lehr-Lern-Traditionen in den jeweiligen Herkunftsländern aus?

3) Welche Bildungssozialisationen haben die Lernenden durchlaufen? Welche (Fremd-)Sprachenlernerfahrungen haben sie gemacht?

Die Erkenntnisse der vorliegenden Forschungsarbeit zeigen, dass Hinweise vorliegen, die meine Beobachtungen stützen. Sie können jedoch weder verifiziert noch falsifiziert werden – eine quantitative Erhebung hierfür steht noch aus. Des Weiteren lassen die Ergebnisse einige Besonderheiten in den Herkunftsländern, ihren Bildungssystemen und ihren Lehr-Lern-Traditionen erkennen, die für die beobachteten herkunftslandspezifischen Unterschiede relevant sein könnten – auch, weil einige Unterschiede zu Deutschland, seinem Bildungssystem und seinen Lehr-Lern-Traditionen bestehen. Ebenso liefert die Nachzeichnung der Bildungssozialisationen der befragten geflüchteten (angehenden) Akademiker*innen bedeutsame Erkenntnisse hinsichtlich meiner Beobachtungen. Die mit dieser Dissertation erzielten Ergebnisse und Erkenntnisse sowie das aufgearbeitete Hintergrundwissen sind sowohl für die untersuchte Zielgruppe – insbesondere für ihren Deutschlern- und Studienerfolg – als auch für alle anderen an der Integration von Geflüchteten in Deutschland Beteiligten relevant“ (Braunagel 2022: 1).

Literatur

Braunagel, Katharina (2018), Lernprozess der Fremd-/Zweitsprache Deutsch bei Lernenden aus Syrien, Afghanistan und Äthiopien. Einflussfaktoren. Unveröffentlichte Master-Thesis, TU Darmstadt.

Hufeisen, Britta (2020), Faktorenmodell: Eine angewandt linguistische Perspektive auf Mehrsprachenlernen. In: Gogolin, Ingrid/Hansen, Antje/McMonagle, Sarah/Rauch, Dominique (Hg.), Handbuch Mehrsprachigkeit und Bildung. Wiesbaden, Springer VS, 75–80.

2022 im Erscheinen:
Braunagel, Katharina (2022), Zum Bildungshintergrund von Geflüchteten aus Eritrea und Somalia. In: Birkner, Karin/Hufeisen, Britta/Rosenberg, Peter (Hg.), Spracharbeit mit Geflüchteten (Arbeitstitel). Frankfurt am Main, Peter Lang.

in Vorbereitung:
Bradlaw, Constanze/Braunagel, Katharina (2022), Migrationen und ihre sprachlichen Abbildungen in der deutschen Sprache. In: Hufeisen, Britta/Kimmerle, Lea Luise/Schikora, Maike (Hg.), Mehrsprachigkeit in der Gesellschaft (Arbeitstitel) (= Kompendium DaF/DaZ). Tübingen, Narr.

in Vorbereitung:
Braunagel, Katharina/Nölle-Becker, Stefanie (2022), Linguistic Landscapes – Die Erforschung sprachlicher Landschaften. In: Hufeisen, Britta/Kimmerle, Lea Luise/Schikora, Maike (Hg.), Mehrsprachigkeit in der Gesellschaft (Arbeitstitel) (= Kompendium DaF/DaZ). Tübingen, Narr.
Oktober 2020 Rezension zu Daniel Reimann (2020): Methoden der Fremdsprachenforschung. (= 7 wichtige Punkte für einen erfolgreichen Start ins Thema). Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag. Erschienen in: Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht 2/2020
August 2019 Rezension zu Yu, Zhouming (2013): Überlebenschancen der Kleinsprachen in der EU im Schatten nationalstaatlicher Interessen (= Wissen – Kompetenz – Text Band 6). Frankfurt am Main: Peter Lang. (wird in neuem Tab geöffnet)
April 2022
Zum Einfluss der Bildungssozialisation auf das Deutschlernen bei geflüchteten (angehenden) Akademiker*innen in Deutschland – am Beispiel Äthiopien, Afghanistan und Syrien. Posterpräsentation im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI), Wiesbaden
Juli 2021
Zum Einfluss der Bildungssozialisation im Herkunftsland auf das Deutschlernen bei geflüchteten Lernenden in Deutschland – am Beispiel Äthiopien, Afghanistan, Eritrea, Somalia und Syrien. Digitaler Vortrag beim XIV. Kongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) „Wege der Germanistik in transkulturellen Perspektiven“ in Palermo
März 2020
Workshop Integrierte Leseförderung im Sprachunterricht im Rahmen der schulinternen Fortbildung zum Thema Sprachförderung an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Ober-Ramstadt
Januar 2020
Zum Einfluss der Bildungssozialisation im Herkunftsland – am Beispiel Äthiopien, Afghanistan, Eritrea, Somalia und Syrien. Vortrag beim 5. GAL-Forschungsfokus Geflüchtete „Spracharbeit mit Geflüchteten – Ergebnisbilanz“ an der Universität Bayreuth
September 2019
Einflussfaktoren auf den Sprachenlernprozess der Fremd-/Zweitsprache Deutsch: Bildungssozialisation von Geflüchteten und Bildungssysteme in den Herkunftsländern. Poster-Vortrag bei der GAL-Sektionentagung an der Martin-Luther-Universität in Halle
März 2019
Einflussfaktoren auf den Sprachenlernprozess der Fremd-/Zweitsprache Deutsch: Bildungssozialisation von Geflüchteten und Bildungssysteme in den Herkunftsländern. Postervortrag beim 4. Arbeitstreffen des GAL-Forschungsfokus Geflüchtete „Sprachliche Integration von Geflüchteten – Chancen und Herausforderungen 2019“ an der TU Darmstadt
September 2018
Einflussfaktoren auf den Sprachenlernprozess der Fremd-/Zweitsprache Deutsch bei Lernenden aus Syrien, Afghanistan und Äthiopien. Eine qualitative leitfadengestützte Interviewstudie. Poster-Präsentation auf dem Jubiläumskongress „Sprachen – Kommunikation – Öffentlichkeit“ der Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL e.V.) an der Universität Duisburg-Essen, Campus Essen
Mai 2018
Bildungssozialisation und Vor-Fremdsprachen als Ressourcen im DaZ-Unterricht. Zwei Forschungsprojekte im Rahmen des Aktionsplan Hessen zur Integration von Flüchtlingen und Bewahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts (HMWK). Vortrag beim Arbeitstreffen „Bildungssprachliche Kompetenzen“ des Forschungsfokus „Geflüchtete“ des GAL e.V. an der Universität Bayreuth.
April 2018
WorkshopIntegrierte Sprachenförderung im Fachunterricht im Rahmen des pädagogischen Tags an der Viktoriaschule Darmstadt
2016-2018
Tutor*innenqualifizierungs-, -vertiefungs-, und –reflexionsworkshops insbesondere für die GPEK-Tutor*innen (FB13) im Rahmen des Projekts „Lernen durch Lehren“
Schwerpunkte der Tutor*innenausbildung, Begleitung und Unterstützung bei GEPK am FB13: didaktische und methodische Themen
Mai 2017
Workshop Wissenschaftliche Hausarbeit erfolgreich planen und schreiben am SchreibCenter der TU Darmstadt
Fachliche und administrative Tätigkeiten am Fachgebiet
  • Organisation und Durchführung der digitalen Tagung „GAL-Forschungsfokus Geflüchtete“ am 30.06. & 01.07.2022 an der TU Darmstadt
  • Organisation und Durchführung des externen Doktorand*innen-Kolloquiums 2021 (zusammen mit Stefanie Nölle-Becker)
  • Organisation und Durchführung des externen Doktorand*innen-Kolloquiums 2020 (zusammen mit Madeleine Schmorré)
  • Organisation und Durchführung der Tagung „GAL Forschungsfokus Geflüchtete“ 25.-26.03.2019 an der TU Darmstadt (zusammen mit Lennart Bartelheimer und Sandra Sulzer)
Fachliche und administrative Tätigkeiten bzw. Mitgliedschaften am Fachbereich 02
  • 2018-2021 aktives Mitglied im Team der dezentralen Gleichstellungsbeauftragten des FB02
  • Mitarbeit in der AG Gleichstellungskonzept FB02 sowie AG Antidiskriminierungskonzept FB02
  • 2015-2018 aktives Mitglied in der Fachschaft des FB 02 an der TU Darmstadt
Weitere Mitgliedschaften und Aktivitäten
  • GAL e.V. (Gesellschaft für Angewandte Linguistik)
  • Netzwerk Fluchtforschung

beruflicher Werdegang
seit Mai 2022 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Hessisches Zentrum für alltagsorientierte Sprachförderung“ (HeZaS) am Fachgebiet „Mehrsprachigkeit“ des Instituts für Sprach- und Literaturwissenschaft an der TU Darmstadt
seit August 2020
Gutachterin für die Zeitschrift für Interkulturellen Fremdsprachenunterricht (ZIF)
Dezember 2018 bis September 2019 Mitarbeiterin am Sprachenzentrum der TU Darmstadt: Lehrkraft für „Deutsch für geflüchtete Studieninteressierte“
seit Februar 2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im HMWK-Projekt am Fachgebiet „Mehrsprachigkeit“ des Instituts für Sprach- und Literaturwissenschaft an der TU Darmstadt
Oktober 2016 bis März 2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im QSL-Projekt „Lernen durch Lehren“ am Arbeitsbereich „Praxislabor“ des Instituts für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik an der TU Darmstadt
Februar 2013 bis September 2016 Studentische Hilfskraft an der TU Darmstadt

Ausbildung
2018-2022 Promotion Germanistik, Disputation am 07. Juli 2022
2019
Zertifikat Hochschullehre an der Hochschuldidaktischen Arbeitsstelle der TU Darmstadt
2017 Zertifizierung zur Schreibberaterin und Schreibtrainerin am SchreibCenter de TU Darmstadt
2016-2018 Master-Studium der Germanistischen Sprachwissenschaft an der TU Darmstadt, Vertiefung DaF/DaZ
Abschluss des Studiums: Master of Arts
2011-2016 Lehramt an Gymnasien-Studium mit den Fächern Deutsch und Geschichte an der TU Darmstadt
Abschluss des Studiums: Erstes Staatsexamen